Overath, Stadt zwischen Agger und Sülz

 

Der Hauptort liegt etwa 25 Kilometer östlich von Köln im Bergischen Land, und feierte am 1. Januar 1997 seine Stadtwerdung.

Im Jahre 1060 wurde der Ort erstmalig erwähnt.

1065 hieß der Ort zunächst "Achera" benannt nach dem Fluß Agger. Im Laufe der Jahrhunderte änderte sich der Ortsname dann mehrfach. Etwa

1280 in "Querode"

1304 in "Overadt"

1582 in "Overath"

Unter dem Kölner Erzbischof Anno II. (1010 - 1075 nach Chr. > der Name bedeutet: "wie ein Adler waltend" (althochdeutsch,)  wurde der Hofverband Achera mit allem Zubehör an das von Anno gegründete Kloster Siegburg übertragen, und so wurde der jeweilige Abt von Siegburg Grund- und Lehnsherr von Overath.

Bei der Christianisierung unserer Heimat, insbesondere des Kirchspiels Overath, spielte seit dem Jahre 1060, jeweils die Benediktinerabtei Siegburg auf dem Michelsberg eine Schlüsselrolle. Seit jener Zeit war der jeweilige Abt von Siegburg auch der Patronatsherr der Overather Kirche. Im Jahre 1256 kommt es zirka 1,5 Km vom Overather Stadtzentrum entfernt zur Gründung der Probstei St. Chyriakus (heute Cyriax) Die Propstei strahlte fünfeinhalb Jahrhunderte lang Gottes Segen über unsere Heimat aus. Die Mönche waren nicht nur Prediger des Glaubens, sie halfen in allen Lebenslagen, mal als Gelehrte und Lehrer, mal als Handwerker und Landwirte und waren vor allem ein gutes Beispiel und Vorbild. So z.B. gewannen sie dem Urwald fruchtbares Land ab, pflanzten und ernteten, bauten Wege, pflegten Alte und Kranke und boten Flüchtlingen Zuflucht.

Im Jahre 1803 kam es in Folge der Säkularisation (Verweltlichung, Einziehung kirchlicher Güter durch den Staat) zum vorzeitigen Ende der Propstei St. Cyrius. Der zur Propstei gehörige Gutshof sowie andere Propsteigüter wurden verpachtet. Aus der einstigen Wallfahrtskirche wurde ein Viehstall. Der alte Kreuzaltar von 1226 aus der Kapelle gelangte 1803 in den Besitz der Pfarre Marialinden.

Vom einstigen Kloster St. Cyriax ist heute kaum noch etwas zu sehen. Heute wird dort keine Landwirtschaft mehr betrieben, aber der Hof und Liegenschaften sind noch erhalten.

Heute leben in der Stadt Overath rund 30 000 Einwohner. Zum Hauptort gehören noch die Stadtteile Vilkerath, Marialinden, Heiligenhaus, Steinenbrück, Untereschbach, Immekeppel, Obersteeg und Brombach.

(Hinweis: Fotos vom ehemaligen Kloster St. Cyriax finden Sie in einem separaten Ordner)

 

Nachfolgend Ansichtskarten von Overath

 

Overath um 1860 Bild von Manfred Supe
Overath um 1860 Bild Manfred Supe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Aggerfluss bei Overath

 

 

 

 

Grusskarte 1897 gestempelt.
Das Fachwerkhaus rechts ist der bekannte Bergische Hof
Predigstuhl und Lichtspielhaus (Kino) heute nicht mehr vorhanden.
Lieber Betrachter meiner Homepage. Das obige Foto ist zwar keine Ansichtskarte, aber dafür ein Stück vergangene Wirklichkeit von Overath. Aus Blickrichtung Kirche erkennt man die einstige Kreuzung (Siegburger Strasse) Heute befindet sich dort statt der Kreuzung der neugeschaffene Kreisel. Das winterliche Bild verdanken wir dem Immekeppeler Hobbyfotografen Bernhard Jung.